Die fünf Wandlungsphasen im Erlernen des Taijiquan

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Meister Yang Zhen He praktiziert seit 56 Jahren Yang-Stil und Wu-Stil Taijiquan. Er ist Autor mehrerer Fachbücher in chinesischer Sprache und erforscht seit Jahren das innere Wesen des Taijiquan. Im Rahmen des diesjährigen kulturellen Austausches der Yongnian Taijiquan Association China mit der Taijiquan-Schule Ortenau stellte er seine Forschungsarbeit über die fünf Wandlungsphasen des Taijiquan vor. Der vorliegende Text ist eine Mitschrift der Vorlesung, die uns Simone Stephan zur Verfügung stellt. Ich möchte Meister Yang für die Weitergabe seines Wissens danken, ebenso bedanke ich mich bei Thomas Strube, dem unermüdlichen Übersetzer und Simone für ihren Fleiß, Meister Yangs Worte aufs Papiergebracht zu haben.

Der erste Kreis – Struktur und Orientierung

Erster Kreis

Am Beginn eines jeden Lernprozesses steht immer die klare Struktur. Sie dient der Orientierung. Der Erwerb der Struktur ist unerlässlich. Im Taijiquan bedeutet die Struktur die Einheit von Öffnen und Schließen. Sichtbar wird die klare Struktur durch die beiden orthogonal zueinander angeordneten Quadrate, die über den Kreis gelagert sind. Die Bewegung erfolgt aus dem Quadrat hin zum Kreis. Die Eckpunkte der beiden Quadrate symbolisieren die acht Bewegungsrichtungen. Weiterlesen →

Absichtslos

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Heinz Günter Saemann

Liebe Freundinnen und Freunde des Taijiquan!

Ich bin auf dem Weg zur Schule. Es regnet und ich spüre die Feuchtigkeit, fühle, wie sie in mein Gemüt dringt. Ich freue mich, üben zu können, mich ins Gleichgewicht zu bringen. Wecke das Qi, Abwehren, Vorbeigleitenlassen, Drücken und Schieben. In meiner Brust breitet sich Wärme aus, ich entspanne, fühle mich geerdet, Arme und Beine verbinden sich. Weiterlesen →

Heute am See

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Ikebana
Ikebana

Heute am See
Kinderlachen Wasserplatschen
Grün Blau Gelb
Wie ein Fisch im Wasser
Wir sind hier
um EINFACH
zu sein
Glück bei jedem Atemzug

Regentage

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Ikebana

Regentage
Es macht mir Spaß
in jede Pfütze zu treten
Pitsch Patsch
Erinnerung an Kindertage

Aufrecht stehen

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Ikebana

Aufrecht stehen
Verbindung halten
zum Himmel zum Licht
zur Erde
Mit ruhigem Atem und klarem Blick
die Dinge die da kommen annehmen

An manchen Tagen

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Ikebana

An manchen Tagen
sind mir die Flicken
auf meinem Kleid zuwider
Dabei vergesse ich
dass ich dieses Leben
selbst gewählt habe
Warum also jammern
Das will ich in Zukunft
den Reichen überlassen

Auf der Suche nach Stille

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Ikebana

Auf der Suche nach Stille
erschrecke ich
vor meiner Einsamkeit
selbst im Gebet
find ich keinen Trost
Aufgewühltes Herz
unerlöste Seele
Wohin soll ich gehen

Der Bambus

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Ikebana

Der Bambus wiegt sich im Wind
wie eine Mutter ihr Kind
Sein sachtes Rauschen erzählt
von Geheimnissen dieser Welt

Heute

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Ikebana

Heute
macht selbst der Spatz auf dem Dach
einen solchen Lärm
Wie soll ich da zur Ruhe kommen

Friede

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Ikebana

Friede sei mit mir
meinem Atem
dem Worte entfließen
denen Handlungen folgen


Friede sei in mir
meinem Geist
der auf der Morgenröte Flügel zieht


Friede
meinem Herzen
meiner Liebe
zum Leben