Kado – Der Weg der Blumen

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Ikebana

In den Formen
erkenne ich das Formlose
ungebunden und frei
Der Gong ruft mich zum Gebet
ohne Ton
Stille umgibt mich
Der Bergtempel zerfällt
Gras wächst in seinen Hallen
Ein Ort für das Namenlose

Ikebana
Ikebana
Ikebana

Kado – »Der Weg der Blumen« –, auch als Ikebana bekannt, entwickelte sich von einem Blumenopfer in buddhistischen Tempeln des Zen zur Kunst des Blumenarrangierens mit dem Ziel, Ruhe, Harmonie und geistige Konzentration zu finden. Für mich ist Ikebana auch eine daoistische Kunst. Die Harmonie der beiden Energien Yin und Yang, die immerwährend schöpferisch tätig sind, spiegelt sich in der Natur und allen Erscheinungsformen wider. Diese Harmonie versuche ich in einem Arrangement auszudrücken. Die Kunst des Ikebana besteht darin, in und mit der Schöpfung zu leben. Naturbeobachtung und das Erkennen, dass Blumen, Büsche, Sträucher, Bäume – seien sie sich auf den ersten Blick gleich – doch jede für sich ihre ihnen eigene, individuelle Energie ausstrahlen. Ikebana und Taiji helfen mir, die Schöpfung zu verstehen und ihre Dynamik immer wieder zu erleben. Eine Ikebana-Zeremonie ist, wie die Taiji-Form, ein Übungsweg, der zum Formlosen führt.

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