Die Idee der zwei Kreise

Dieser Workshop soll den Teilnehmern helfen, den Wandlungsprozess vom ersten bis zum zweiten Kreis zu verstehen und die unterschiedlichen Bewegungsqualitäten zu erspüren. Wir werden mit dem ersten Teil der 85er-Handform arbeiten.

Erster Kreis – Struktur und Orientierung
Am Beginn des Lernprozesses steht immer die klare Struktur, die der Orientierung dient und unerlässlich ist. Im Taijiquan bedeutet diese Struktur die Einheit von Öffnen und Schließen. Wo immer ein Schließen stattfindet, muss andernorts ein Öffnen geschehen. Wenn eine Bewegung schließt, beginnt gleichzeitig eine öffnende Bewegung an anderer Stelle. Sie beginnen und enden gleichzeitig. So entsteht ein stetiges Zusammenspiel – eine Bewegung bedingt die andere. Es entsteht eine klare Unterscheidung von »voll« und »leer« und doch müssen alle Körperteile miteinander verbunden sein.

Zweiter Kreis – Bewusstheit für die Gegensätzlichkeit
Dieser Lernabschnitt ist der Verfeinerung der klaren Unterscheidung von »voll« und »leer« gewidmet. Das langfristige Ziel ist die Entwicklung langer Kraft. Die stetige Übung im zweiten Kreis fördert eine hohe Beweglichkeit der einzelnen Körperteile. Der Kreis setzt sich nun zusammen aus dem Gegensatz eines großen Yin und großen Yang. Die Bewegung muss den ganzen Körper durchdringen. Dies hilft, den Geist zu konzentrieren, dass sich die Bewegung bis hinein ins Knochenmark manifestiert.

Workshop
Samstag, 30.12.2017
09:00 – 12:00 Uhr und 13:30 – 15:30 Uhr
Kursleitung: Heinz Günter Saemann
Teilnahmegebühr: 100,– Euro