In manchen Nächten

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Ikebana

In manchen Nächten

erstrahlt mein Inneres
nach stundenlangem Marsch
durch Traumlandschaften

zu neuer Menschlichkeit

In der Stadt im Tal

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Ikebana

In der Stadt im Tal
geschäftiges Treiben
in einer Straße
Ein Mann
mit einer Laterne
am helllichten Tag
auf der Suche
nach Menschen
tastet er sich
durch verdunkelte Herzen
Sie nennen ihn
den Narren
Schon wieder
die Gelegenheit verpasst
einem Unsterblichen zu begegnen
Gott schütze
die Narren und Träumer

Hin und her

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Ikebana

Hin und her
Her und hin
Was für ein Gerenne
an diesen Tagen
Keine Zeit
für Muse und Stille
Ich sehne mich
nach der Adventzeit
aus Kindertagen

Manchmal

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Ikebana

Manchmal
will ich innehalten
ganz still und leise sein
will zu mir finden
für mich allein
Dann
komme ich
euch verändert vor
dabei bin ich
nur ver-rückt
in Raum und Zeit
Ein Augenblick mit Gott
Momente des Glücks

Nebel tanzen auf dem Fluss

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Ikebana

Nebel tanzen auf dem Fluss
Ich meine
sein Wesen zu sehen
seinen Atem
seine Bewegung
seinen Herzschlag
Er lebt
Ich stehe auf der Brücke
und grüße den Fluss

Den Dingen einen Namen geben

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Ikebana

Den Dingen einen Namen geben
Den Empfindungen auch
Etwas ausdrücken können
mit Worten
die wunderbar oder furchtbar sind
KopfWorte HerzWorte SchöpfungsWorte
Worte
die aus der Schwebe nehmen
und setzen
und bestimmen
was ist
Es werde Licht

Kado – Der Weg der Blumen

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Ikebana

In den Formen
erkenne ich das Formlose
ungebunden und frei
Der Gong ruft mich zum Gebet
ohne Ton
Stille umgibt mich
Der Bergtempel zerfällt
Gras wächst in seinen Hallen
Ein Ort für das Namenlose

Ikebana
Ikebana
Ikebana

Kado – »Der Weg der Blumen« –, auch als Ikebana bekannt, entwickelte sich von einem Blumenopfer in buddhistischen Tempeln des Zen zur Kunst des Blumenarrangierens mit dem Ziel, Ruhe, Harmonie und geistige Konzentration zu finden. Für mich ist Ikebana auch eine daoistische Kunst. Die Harmonie der beiden Energien Yin und Yang, die immerwährend schöpferisch tätig sind, spiegelt sich in der Natur und allen Erscheinungsformen wider. Diese Harmonie versuche ich in einem Arrangement auszudrücken. Die Kunst des Ikebana besteht darin, in und mit der Schöpfung zu leben. Naturbeobachtung und das Erkennen, dass Blumen, Büsche, Sträucher, Bäume – seien sie sich auf den ersten Blick gleich – doch jede für sich ihre ihnen eigene, individuelle Energie ausstrahlen. Ikebana und Taiji helfen mir, die Schöpfung zu verstehen und ihre Dynamik immer wieder zu erleben. Eine Ikebana-Zeremonie ist, wie die Taiji-Form, ein Übungsweg, der zum Formlosen führt.

Dankbarkeit

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Ikebana

Dankbarkeit
Namenlos bist Du
und dennoch trägst Du alle Namen in Dir
Formenlos
und doch Mutter aller Formen
Nicht sichtbar wirkst Du in Allem
Ich bin berauscht
von Leben
satt und voller Farben
Dir singe ich mein Lied
Nie bist Du mir fern
schenkst mir die glücklichsten Stunden
lehrst mich den Weg
Ich bin verbunden mit Dir
Ewig
Danke für das Wunder
meines Lebens

Meine Pinselstriche

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Ikebana

Meine Pinselstriche
sehen mal wieder
wie soll ich es beschreiben
nicht schön
nicht vollendet
nicht stilvoll aus
Ach was
ich lasse das nicht
einfach weg
und bin zufrieden mit mir

Schattenwelten

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Ikebana

Schattenwelten
Dunkel Tiefgründig Kinder der Erde
geboren aus Licht
drängen aus nebligen Tälern
in die Herzen
mit denen sie
seit Urzeiten verbunden sind
Nicht gut und nicht böse
wissen sie
um die Harmonie
zwischen Himmel und Erde