Zwei Sonnen
Heinz Günter Saemann
Leben spendend die eine
Die zweite der Büchse der Pandora entkommen
Neugier bahnte ihr den Weg
Ein neuer Gott war geboren
Nicht Weisheit
Allwissenheit ist seine Macht
Überall breitet sich Wirrnis aus
Ein Durcheinander bei Mensch und Natur
Ein letztes Geschenk der Götter bleibt
Die Hoffnung
Ikebana
Die Herzen von Heinz Günter Saemann und Johanna Saemann schlagen nicht nur für die chinesische Kunst der Bewegung, sondern auch für die japanische Kunst des Ikebana, der wörtlich »lebenden Blumen«. Fast jede Woche gibt es hier einen neuen Blogbeitrag mit Ikebana und einem Impuls dazu.
Dem Licht entgegen
Nicht die Fülle der Blüte
Johanna Saemann
erzählt ihr Wesen
sondern ihre stille Bewegung
die sie zum Licht führt
Zwischen Erde und Himmel
steht sie
dem Licht entgegen wachsend
Trockenheit
Die Erde ist trocken
Heinz Günter Saemann
Die Bäume werfen ihre Blätter ab
Spenden immer weniger Schatten
Wind wirbelt fruchtbares Ackerland auf
Nimmt es mit sich
Vielleicht dorthin
wo Regen fällt
oder in ein Land
in dem es genug Feuchtigkeit gibt
um Früchte zu tragen
Die Natur ist der Spiegel unserer Herzen
Vielleicht nimmt eines Tages
der Wind auch sie mit sich
in ein namenloses Land
in dem die Wüsten sich
in blühende Gärten verwandeln
Dieses Land ist in uns
Lasst uns danach suchen
Genug
Das Wesentliche
Johanna Saemann
hält den Blick
Schönheit ist da
wo Weniges genügt
Sehnsucht
Es ist alles getan
Heinz Günter Saemann
Und dennoch
ist da eine Sehnsucht
Wortlos aus der Tiefe aufsteigend
Nah und doch so fern
Es ist als wolle dies Eine noch getan werden
Dieses Sehnen will leben als Erinnerung
Erinnerung für mich
Eines fernen Tages
wird sie zu mir zurückkehren
als ein Leuchten in dunklen Zeiten
Verwoben
Zwischen Himmel und Erde gestellt
Johanna Saemann
suchen wir unseren Platz
Nicht getrennt
sondern verwoben
im großen Gewirk des Lebens





