Mit dem schmelzenden Schnee

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Ikebana

Mit dem schmelzenden Schnee
verschwinden alle Spuren
Aus den Tälern
steigt die Frühlingsluft auf
Bald werden
die Bergwiesen blühen

Hören

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Ikebana

Hören
was die Stille mir erzählt
Lesen
in den Zeichen des Lebens
Spüren
jede kleinste Bewegung
Stehen
ohne zu weichen

Auf dem Fluss

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Ikebana

Auf dem Fluss
treiben Eisschollen
Spatzen
lärmen im Gebüsch
Die Luft
riecht nach Frühling
Und in mir
Heiterkeit

Für Veronika

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Ikebana

Worte voller Kraft und Magie
Nur selten wagten wir sie auszusprechen
Heilig waren sie uns
Wir wussten von ihrer Wirkung ihrer Stärke
In jedem von ihnen lag der Zauber
von dem Märchen und Mythen getragen werden

Worte wurden uns gestohlen
unter dem Jubel des Volkes
an das Kreuz von Ideologien genagelt
zu goldenen Kälbern erhoben
um die sich Menschen im Todestanz wiegen
Ihre Magie wurde zum Naschwerk
Voll schwerer Süße tropfen sie
verführerisch von den Lippen der Diebe

Du und ich
werden unserer Sprache beraubt
Wort für Wort
An jenem kalten Winterabend
als die Sonne
in einen roten Horizont eintauchte
wussten wir
dass wir zu letzten Hütern der Worte
geworden sind

Bewegungskunst

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Bewegungskunst

Jeder und jede von uns hat ein Gespür für Farben, Formen und Schönheit. Wir bewegen uns durch unser Leben, durch das Auf und Ab des Alltags, formen diesen und geben ihm einen eigenen Farbverlauf. Mal leuchtet das Leben wie ein Regenbogen, mal verlieren wir uns in den Grauzonen des Alltags. In der Bewegung des Lebens zu schwingen empfinde ich als Kunst.

Bewegungskunst
Bewegungskunst

Über einfache Bewegungen kommen wir aus dem Kopf in den Körper und damit in die Intuition. Daraus entstehen schöpferische Prozesse, die wir aufs Papier bringen.

Workshop
Thema: Die liegende Acht, Unendlichkeit
Qi-Gong-Übungen mit anschließendem intuitiven Malen
Montag, 04.02.2017, 10:15 – 11:15 Uhr
Kursleitung: Johanna Saemann
Teilnahmegebühr: 25,– Euro pro Termin inkl. Material

Der leere Raum

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Ikebana

Der leere Raum
die Stille im Außen
sind angefüllt durch Dinge
Farben Wörter Klänge

In mir ist leerer Raum und Stille
von Ewigkeit zu Ewigkeit
Oft suche ich diesen Ort
finde Unendlichkeit
im Atem im Jetzt

Verbundenheit

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Heinz Günter Saemann

Liebe Freundinnen und Freunde des Taijiquan!

Unermessliche Informationen überfluten uns. Immer und überall erreichbar zu sein verändert unser Leben rasant und macht es unruhig. Wir wissen nicht, wo uns der Kopf steht, haben den Eindruck, den Boden unter den Füßen zu verlieren, und fühlen uns wie eine leere Hülle. Ein harmonisches Sorgen für uns selbst und ein ausgewogenes Miteinander in der Schöpfung fällt uns schwer. Unsere Ängste, Erschöpfungszustände und Ich-Bezogenheit isolieren uns. Wir haben die Verbindung zu uns und der Schöpfung verloren. Wir entfernen uns von der Natur und unserer Natürlichkeit und schwingen nicht mehr im harmonischen Energiefeld zwischen Himmel und Erde.

Taijiquan zu praktizieren eröffnet ein Übungsfeld, mit uns und der Welt erneut in Verbindung zu treten und zu bleiben. Taijiquan basiert auf der Idee der sechs Harmonien, die oft mit den sechs Perlen des Taijiquan umschrieben werden. Das Prinzip »Alle Teile des Körpers werden miteinander verbunden und koordiniert« entfaltet die drei äußeren Harmonien. Das Prinzip der Verbundenheit von Rumpf und Extremitäten erzeugt eine Bewegungsharmonie, die von unserer Mitte gesteuert wird. Weiche und elastische Hüften ermöglichen die Einheit von unten und oben, rechts und links, vorwärts und rückwärts. Die drei inneren Harmonien verbinden den alles durchdringenden Geist mit der Vorstellungskraft und der Lebensenergie. Um die Bewegung in ihrer Fülle zu erleben, müssen wir sie aus der Mitte heraus wahrnehmen. Sich zu bewegen ist ein ganzheitlicher Prozess von Körper, Geist und Seele. Wir bewegen uns nicht nur, sondern bringen auch etwas in Bewegung. Eine harmonische Bewegung ist die Verbundenheit mit dem Außen und dem Innen, das Spüren der Erde und das Erahnen des Himmels.

In unserer Schule wollen wir Räume der Konzentration, des Lernens, Lehrens und der Stille öffnen, in denen es möglich ist, Perle für Perle auf eine Schnur zu fädeln und sich daran zu erfreuen. Wir wünschen euch, dass die Erde euch mit Leichtigkeit trägt und der Segen des Himmels euer Begleiter ist.

Die Geschichte vom Sämann

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Es war einmal ein Sämann, der liebte seine Arbeit sehr. Im Frühjahr bereitete er die fette schwarze Erde um die Samen hineinzulegen. Voller Freude im Herzen brachte er jährlich die Saat aus und mit Hingabe schaute er deren Wachstum zu. War es zu heiß, wässerte er die Pflanzen, war es zu feucht, zog er Gräben um die Felder. Er hegte und pflegte im Rhythmus der Zeit und die Saat ging auf, golden, reich und nährend. Der Sämann fühlte sich im Einklang und gesegnet und war zufrieden.

Zur Zeit der Ernte kam der Schnitter, um das Korn zu ernten und es zum Müller zu bringen, der wiederum Mehl daraus mahlte und es weitergab an den Bäcker. Die Menschen, welche dieses Brot aßen, waren satt und zufrieden. Sie waren voll des Lobes für den Bäcker und dessen köstliches Brot. Der Sämann hörte immer wieder davon und leise fing sein Verstand an zu arbeiten. Weiterlesen →

Eisblumen

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Ikebana

Eisblumen
Erinnerung an Kindertage
Könnte ich
noch einmal
mit den Augen
meines Herzens sehen