Seminarreihe: Der Himmel oben – Die Erde unten

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3 Seminare im Juni 2018
Über das Üben und Vertiefen im Regelunterricht hinaus möchten wir Taijiquan aus anderen Blickwinkeln betrachten, es mit Leben füllen und seine Vielfalt durch unterschiedliche Herangehensweisen entdecken.
Samstag und Sonntag, 16. und 17.06.2018

Seminar 1: Öffnen und Schließen
Öffnende und schließende Bewegungen sind ein charakteristisches Merkmal des Taijiquan. Im Schließen wird Qi gesammelt, bewahrt und der Yin-Aspekt der Form kultiviert. Durch das Absinken des Brustbeines und das Entspannen des Kreuzbeinbereiches sinkt die Energie entspannt und natürlich ins untere Energiezentrum und verbindet sich mit der Erde. In den öffnenden Bewegungen dehnt sich die Energie sanft aus und fördert die Vitalität. Die Idee von Yin und Yang kann körperlich, energetisch wahrgenommen werden und die Vorstellungskraft wird geschult. Schließen und Öffnen, Sinken und Steigen verbinden sich, machen die Form lebendig und auf der körperlichen, emotionalen, energetischen und psychischen Ebene erlebbar.
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Seminar 2: Tui Shou (auch offen für Anfänger)
Tui Shou ist eine der Partnerübungen im Taijiquan. In diesem Seminar üben wir mit einem Partner in einem vorgegebenen Ablauf die ersten vier Grundtechniken: Peng (Abwehren), (Vorbeigleitenlassen)¸ Ji (Drücken) und An (Schieben). Gewinnen oder verlieren spielen hierbei keine Rolle, sondern das Ting Jin (den Energiefluss hören) und das Dong Jin (den Energiefluss verstehen) sollen kultiviert werden. Wir entwickeln eine energetische Kommunikation ohne Worte.
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Seminar 3: Verbindung von Körper, Geist und Säbel
In den Waffenformen wird bei der Ausführung häufig der Fokus entweder auf den Körper oder auf die Waffe gelegt. Dies erzeugt eine Trennung zwischen
dem Übenden und dem Übungsgerät. In diesem Seminar üben wir durch unsere innere Einstellung, unsere Konzentration und unsere Vorstellungskraft die Verbindung von Körper und Säbel, sodass wir die Einheit von Körper, Geist und Säbel erleben können.
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Sei still mein Herz

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Ikebana

Sei still mein Herz
Die Bäume beten
Ich sprach zum Baum
Erzähle mir von Gott
Und er blühte
Rabindranath Tagore

Regenwolken

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Ikebana

Regenwolken
verhüllen die Bergspitzen
Himmel und Erde
feiern ihre hohe Zeit
berühren das Herz des Meisters
Am Abend
erklingen seine Lieder
im trauten Kreis

Kultureller Austausch mit Meister Yang Zhen He

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Kultureller Austausch mit Meister Yang Zhen He
Kultureller Austausch mit Meister Yang Zhen He

Die Einheit suchen
von Himmel und Erde
Das Herz öffnen und zur
Ruhe kommen

Ihr übt nun den Geist das Herz und das Qi
Meister Yang

Yang Laoshe schlägt eine Brücke zwischen den äußeren und den inneren Harmonien im Taijiquan. Er unterrichtet und korrigiert nicht mehr die bloßen Bewegungsabläufe, sondern führt uns nach innen. Hin zum Energiefluss, zur Mitte, zur bewegten Form. Er vermittelt die Wichtigkeit von Atem und Blick für die Bewegungen, deren Sinn unter anderem auch ist, uns zu einer aufrechten Körperstruktur zu verhelfen und die Bewegungsabläufe in Fluss zu halten. Großen Wert legt er auch auf die Yin-Energie, deren Qualität und Wichtigkeit er immer wieder deutlich hervorhebt. Ohne Yin – Absinken, Komprimieren, Nach-Innen-Gehen, Weich-Werden – können wir die Kraft des Yang nicht entfalten. Durch Meister Yangs Unterricht wird man geführt, man folgt einfach. Seiner Stimme, die durch die Bewegungen trägt, seiner Klarheit und tiefe, welche sein Taijiquan auszeichnen. Die Aufmerksamkeit und Konzentration der Teilnehmer ist groß. Genauso wie die Freude, von ihm lernen zu dürfen.

Kultureller Austausch mit Meister Yang Zhen He

»Das ist nichts für Anfänger, ihr seid schon ein Stück weiter auf eurem Weg des Kung Fu. An dieser Schule hier kann ich unterrichten wie in China. Ihr habt ein sehr hohes Niveau«, freut sich Meister Yang. Er gibt sein Wissen in Fülle und Klarheit weiter und begeistert uns restlos. 38er- und 85er-Handform, Schwert oder Bafa Wu Xing Gong – in allen Kursen geht es ihm um die lebendigen Bewegungen, um unsere Intension, um die Einheit von Himmel, Erde und Mensch. Diese Einheit können wir im Taijiquan erleben, üben und vertiefen. Dank Meister Yang, an solchen intensiven Meistertagen, Dank Heinz Günter, über das ganze Jahr verteilt. Alles, was wir mitbringen müssen, ist ein offenes Herz und die Bereitschaft, es zu wollen.

Kultureller Austausch mit Meister Yang Zhen He
Kultureller Austausch mit Meister Yang Zhen He
Kultureller Austausch mit Meister Yang Zhen He
Kultureller Austausch mit Meister Yang Zhen He

Wir bedanken uns von Herzen bei Meister Yang für seinen tiefgreifenden Unterricht. Bei Thomas Strube für eine hervorragende Übersetzung. Hervorzuheben ist auch seine ausgezeichnete Übersetzung des gutbesuchten Vortrages, den Meister Yang über die acht Fausttechniken und ihren Bezug zum Bagua hält. Bei Marco Durach, ebenfalls für eine wunderbare Übersetzung. Bei euch Teilnehmern, auch denen, die von weit extra angereist sind, bei unseren Schülern, für die Begeisterung und das Dabeisein. Möge der Impuls, den Meister Yang gesetzt hat uns durchs Jahr tragen!

Kultureller Austausch mit Meister Yang Zhen He

Auch Meisterin Yang Li Fen gibt einen Kurs. Sie unterrichtet die von ihr entwickelte Fächerform. Diese stärkt durch hohe und tiefe Stellungen die Beine, öffnet die Leisten und trainiert durch das wiederholte Öffnen und Schließen des Fächers die Finger, Hände und Handgelenke. Durch das harmonische Miteinander der Arme und des ganzen Körpers, wird die Balance von Yin und Yang gefördert. Yang Li Fen unterrichtet in einem hohen Tempo und alle Teilnehmer sind sowohl körperlich als auch von ihrer Konzentration her sehr gefordert. Dieser Kurs läuft ohne Dolmetscher, was eine gute Erfahrung ist. Wir müssen genau hinsehen und uns immer wieder selbst korrigieren. Außerdem gibt Meisterin Yang Li Fen an der Kunstschule, für die Studenten des Orientierungsjahres, einen dreistündigen Einblick in die Vielfalt des Taijiquan. Auch hier bedanken wir uns bei Meisterin Yang Li Fen für ihren großartigen Unterricht und bei allen Teilnehmern.

Seit Wochen

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Ikebana

Seit Wochen
nur Regen und Grau
Heute
scheint die Sonne
Sogar die Spatzen
scheinen zu lächeln

Organmeditation Leber

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Grün

Grün
der Lebensstrom in mir
pulsiert bewegt
setzt an
an meiner Mitte
und neigt sich mal hier hin mal dort
Grün
vermischt mit Licht ist
Frühling Jugend Wachstum
Grün
vermischt mit Schatten
ist Erholung Altersweisheit Ruhe
Das Grün der Mitte ist
Harmonie Heilung Frieden

In dieser Stunde wenden wir uns mit einer Organmeditation der Leber zu. Ihre Zeiten sind das Frühjahr und der frühe Morgen, ihre Farbe ist Grün. Wir sammeln uns und mit jedem Einatmen lenken wir die Farbe Grün zu diesem Organ. Mit jedem Ausatmen lassen wir alles Belastende ziehen. Danach wird es kreativ und jeder füllt sein Blatt mit seinen eigenen Impulsen. Ich nehme die Stunde als stärkend und ausgleichend wahr. Meine Bewegungskunst ist auch auf der einen Seite genau das: eine Auszeit, um zur Ruhe zu kommen. Den Kopf ausschalten zu können und inneren Impulsen kreativ einen Ausdruck geben. Etwas Gutes tun für sich selbst.

Nächster Workshop: »Offene Hände«
Handmassage, intuitives Malen
Samstag, 05.05.2018
18:30 – 19:30 Uhr

Begegnungen

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Ikebana

Begegnungen
Zauber des Augenblicks
Manche hell
voller Kraft
manche schemenhaft
flüchtig
sind Spiegel
in denen ich mich erkenne
auf meiner Wanderschaft

Für Ada-Maria

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Ikebana

Für Ada-Maria
Die Bäume sind noch kahl
Gestern sahen wir den ersten Schmetterling
In deinem Lachen
erwachte der Frühling
Kleine zarte Blüten
gelb und blau
tanzten mit uns
auf dem Weg ins Tal
In deinem Kinderherz
der Atem Gottes