Gehmeditation mit intuitivem Malen

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Intuitives Malen
Intuitives Malen
Intuitives Malen

Wir beginnen mit einer Gehmeditation. Langsam bewegen wir uns durch den Raum. Es ist nicht wichtig ein Ziel zu erreichen, sondern, dass wir mit jedem Schritt genau da sind, wo wir sein wollen. Trotz der äußerlichen Bewegung finden wir eine tiefe und friedvolle Ruhe in unserem Innern, kommen zum Kern. Was auch die Bilder, die hinterher entstehen, in ihrem meditativen Ausdruck widerspiegeln. Sich Zeit nehmen und sich Zeit lassen und mit Achtsamkeit die Dinge tun. Das ist uns in diesem wunderbaren Workshop gelungen.

Sich begegnen

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Ikebana

Sich begegnen
Immer wieder neu
eine Ebene finden und Worte
Sich zu wenden
Zum anderen zu sich selbst
Und immer und immer mit offenem Herz

Fortschritt

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Ikebana

Fortschritt
Wohin schreiten wir fort
Manche sagen in die Zukunft
Das Geflimmer unserer Apparate
treibt uns vorwärts
Ein Sklavenheer
auf einem kalten Planeten
Gepeitschte Seelen
sehnen sich nach Licht

Fünfundzwanzig Jahre

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Heinz Günter Saemann

Liebe Freundinnen und Freunde des Taijiquan!

Seit meinem zwölften Lebensjahr interessiere ich mich für das Reich der Mitte, seine Menschen und seine Kultur. Vor neunundzwanzig Jahren kam ich mit seiner berühmten Kunst, dem Taijiquan, zum ersten Mal in Kontakt. Damals ahnte ich nicht, was ein Vierteljahrhundert lang folgen würde.

Von Anfang an beeindruckten und begeisterten mich die langsamen und fließenden Bewegungen. Im Jahr 1992 gründete ich die Taijiquan-Schule Ortenau mit anfänglich drei Schülern. Heute sind es mehr als hundert, die mit mir meine Begeisterung für das Taijiquan teilen. Bald wurde mir klar, dass es für einen Lehrer nicht ausreicht, vor einer Gruppe zu stehen und einzelne Bewegungsabläufe zu unterrichten. So bildete ich mich fort: Didaktik, Pädagogik und Psychologie. Ich lernte Taijiquan bei verschiedenen Lehrern und chinesischen Meistern. Ich studierte Schriften über chinesische Mythologie, Mystik und Philosophie. Mein Unterricht gewann an Struktur und Klarheit. Und dennoch fehlte etwas. Ich unterrichtete zu sehr mit meinem Verstand. Um es allen recht zu machen, hatte ich mich, hatte ich mein Herz vergessen. Die dann folgenden Jahre waren nicht nur mit der Kultivierung meines Taijiquan erfüllt, sondern auch damit, meine Stärken zu zeigen und meine Schwächen zu akzeptieren. In all diesen Jahren bin ich gewachsen und kann heute auf meine Schüler eingehen, ohne mich selbst zu verlieren. Ich konnte mich entfalten und freue mich auf alle weiteren Entwicklungen.

Mein Dank gilt meinen Lehrern und all den Menschen, die mir nahestehen. Danke für nächtelange Gespräche, die mich auf meinem Weg unterstützt haben und es weiterhin tun werden. Danke an meine Schüler, denn ohne sie wäre vieles anders geworden. Danke, Meister Yang Zhen He, in dem ich einen wunderbaren Lehrer gefunden habe.

Ich will noch viele Jahre unterrichten und jede Stunde soll vom Geist des Taijiquan erfüllt sein. In Johanna, meiner Frau, habe ich eine würdige Begleiterin gefunden, die den Weg des Taijiquan mit offenem Herzen in die Zukunft führen wird.

Mit dem Freund

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Ikebana

Mit dem Freund
einen Zweig Rosmarin schneiden
Duft und Worte und Lachen
Dann Schweigen
Einer fehlt
Ist schon gegangen
zur Insel der Unsterblichen

Nicht immer

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Ikebana

Nicht immer ändern wollen
sondern annehmen was ist
Und dabei feststellen
dass das Leben schöner ist
als jeder fantastische Traum

Viele sagen

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Ikebana

Viele sagen
sie hätten das Leben begriffen
seinen Sinn verstanden
dabei jagen sie Trivialtäten nach
Geschickt schmieden sie Intrigen
und bestehen auf ihrer Meinung
Selbst wenn sie nichts sagen
sind sie so laut
dass mir die Ohren weh tun

Loslassen

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Ikebana

Ui ui ui
Das ist wie die Geschichte
mit dem Kamel und dem Nadelöhr
ganz schön schwer

Bewegte Kunst

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Johanna Saemann und Großmeister Yang Zhen He

Als Johanna vor 10 Jahren ihre Begeisterung für das Taijiquan entdeckte, wurde daraus eine Liebe, die sich über die Jahre mehr und mehr festigte. Im August 2013 gründete sie das Bewegungsatelier Johanna Saemann. Sie verbindet die Kunst des Taijiquan mit den Bildenden Künsten des Ostens und des Westens. Kunst in Bewegung wird zur bewegenden Kunst. Immer wieder staune ich über die magischen Momente, die Johanna mir und unseren Schülern schenkt. Großmeister Yang Zhen He will bei seinen jährlichen Besuchen stets Johannas Arbeiten sehen und begleitet sie bei ihrer Entwicklung.

Johannas innerer Prozess hat sich nun auch im Äußeren manifestiert. Am 2. Juni 2017 erhielt Johanna ihre Anerkennung durch den Deutschen Dachverband für Qi Gong und Taijiquan als Ausbilderin für Taijiquan.

Auf diesem Wege will ich Johanna meinen tiefen Respekt für ihre wunderbare Arbeit zeigen und ihr herzlich gratulieren.

Johanna geht still ihren Weg; doch in dieser Stille liegt eine ungeheuere Kraft

Heinz Günter
im Juni des Feuerhahnes 2017