Formen entstehen
Heinz Günter Saemann
lösen sich auf
dazwischen eine Fülle Leben
sich immer wieder neu gebärend
sich verzehrend im ewigen Tanz
Jahre
Jahrhunderte
Jahrtausende alt
ein endloser Reigen
aus Licht und Schatten
kein Anfang
kein Ende
zeitlos
Schattenlos
Schattenlos spiegelt sich der Mond im See
Heinz Günter Saemann
Ohne Schatten ist er dann auch kein Licht?
Was ist er eigentlich Hier und Jetzt?
Vater und Sohn
Für meinen Vater
Du warst ein Suchender
Heinz Günter Saemann
ein Wanderer zwischen den Welten
Nun im Alter folge ich Deinen Spuren
folge dem Lied
das Du für mich gesungen hast
Damals in meinen Kinderjahren
war es Trost und Hoffnung
Heute begleitet es mich in meinen Träumen
und erzählt mir von der Liebe
nach der Du dich immer gesehnt hast
Vater heute weiß ich
dass diese Liebe in unseren Herzen
ein grenzenloses Universum ist
das alles in sich trägt
Heute sind wir nicht mehr Vater und Sohn
Heute sind wir Brüder und Weggefährten
Frieden erfülle unsere Herzen
Du kleine Rose
Du kleine Rose
Heinz Günter Saemann
Wer bist Du und wer bin ich?
Bin ich du?
Bist du ich?
Ein Atemzug des Höchsten in der Ewigkeit?
Dann nenne ich dich Schwester
Wie schön
dass es uns gibt
Auf den Feldern
Auf den Feldern
Heinz Günter Saemann
steht das Korn schon im satten Grün
und verspricht reichliche Ernte
Wie kann einer wie ich
bei dieser Fülle
da noch griesgrämig sein
Wenn das Leben ein Traum ist
Wenn das Leben ein Traum ist
Heinz Günter Saemann
dann will ich träumen
weiter und immer weiter
mit all den Freuden und all den Schmerzen
Ängste verborgen hinter Schleiern
jagen durch die Nacht
Schwarze Engel in kalter Luft
träumen vom Licht und von Vergebung
Wer seid Ihr und wer bin ich
Endlos Träumende
gefangen in Träumen
warten wir
dass Gott erwacht
Dann endlich Licht





