
Für Steffen und mich
Leben nicht gelebt
Heinz Günter Saemann
drängt aus den Schatten ans Licht
will geatmet will geliebt werden
Seelenkorn die Blüte schon in sich tragend
will seiner Bestimmung folgen
will Halt finden
in einer Welt ohne Halt
Die Ankerplätze sind verwaist
Schiffe treiben auf dem Meer
ohne Rast ohne Ziel
Komme zu mir meine Schöne
damit ich meinen Halt finde
Steffen
Das Licht des Mondes – nur ein Abglanz der Sonne –
strahlt in unsere Herzen
Zwei Seelen so nah beisammen
und doch nicht vereint
Wortlos wandert die dunkle Wolke
vor des alten Herrn Laterne
Leise löscht sie das Licht
Auf den Hinterläufen sitzend, den Hals gereckt
heulen wir ihn an
flehentlich bettelnd um ein wenig Geflacker.