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Taijiquan-Schule Ortenau

Heinz Günter Saemann und Johanna Saemann

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Beiträge

Frühjahrskind

Heinz Günter Saemann am 21. März 2026 Kommentar verfassen

Frühjahrskind
Blütenduft in deinem Haar
Du trägst ihn durch den Sommer
den Herbst und den Winter
Tanzt in der Sonne
freust dich über den bunten Herbst
rennst im Winter den Schneeflocken hinterher
Auch jetzt im Alter
bist du immer noch ein Teil von mir

Kategorie: Ikebana

Aufbruch

Johanna Saemann am 14. März 2026 Kommentar verfassen

Drei Vögel aus Licht
Aufbruch
Leichte Bewegung im Grün
Dahinter
ein Blatt
wurzelnd in der Erde

Johanna Saemann

Kategorie: Ikebana

Zurücktreten

Johanna Saemann am 7. März 2026 Kommentar verfassen

Ein Schritt zurück
Von den Unruhen der Welt
Abstand nehmen
Von Stimmen
Von Nachrichten
Still werden
In der Ruhe spannt sich
der weite Bogen
zwischen Himmel und Erde
Dort zeigt sich Führung

Johanna Saemann

Kategorie: Ikebana

Ausrichtung und Aufrichtung

Taijiquan-Schule am 1. März 2026 Kommentar verfassen

Heinz Günter Saemann und Johanna Saemann

Wenn wir Taijiquan und Qi Gong praktizieren, bewegen wir den Körper in klaren Richtungen: rechts und links, vor und zurück, oben und unten, innen und außen. Wenn diese Richtungen erkannt werden, entsteht Ordnung. Wenn sie mit der Bewegung verbunden werden, entsteht Ganzheit. Im Taijiquan und Qi Gong beginnt Bewegung nicht im Außen, sondern im Innen. Der Geist richtet sich aus. Der Körper folgt. Der Atem verbindet beides.

Aufrichtung im Taijiquan bedeutet, ein lebendiges Gleichgewicht zwischen Himmel und Erde herzustellen. Der Kopf wird leicht angehoben, die Füße geben nach unten nach. Dazwischen kann sich der Körper zugleich ausdehnen und sammeln. Nach oben verbinden wir uns mit dem Himmel, nach unten mit der Erde. Dazwischen entfaltet sich der Mensch. Aufrichtung ist sowohl eine innere wie auch äußere Haltung. Fehlt diese, so kann das Qi, die Lebensenergie, nicht frei fließen. Es entstehen Spannungen und Verhärtungen, Bewegungen werden unklar und schwerfällig, der Mensch verliert an Durchlässigkeit. Kraft muss dann durch Anstrengung ersetzt werden. Was eigentliche getragen sein könnte, muss nun gehalten werden.

Ausrichtung im Taijiquan bedeutet, die eigene Mitte zu finden und sich aus ihr heraus zu bewegen. Die eigene Mitte ist kein Ort, vielmehr ist sie die Qualität von Gegenwärtigkeit und innerer Ordnung. Nichts überwiegt, wir erleben uns in Ausgewogenheit und Zentrierung. Es ist die stimmige und klare Verbindung von Äußerem und Innerem, sodass Bewegung und Energie frei fließen können. Nicht durch Anspannung und Überfokussierung, sondern durch Loslassen des Unwesentlichem.

Wenn wir Taijiquan und Qi Gong praktizieren, erfahren wir, dass innere und äußere Ausrichtung und Aufrichtung eins sind. Was innen klar ist, zeigt sich außen. Was außen ruhig wird, nährt das Innere.

So üben wir nicht nur verschiedene Formen und äußere Bewegungsabläufe, sondern das Aufrichten und Ausrichten von uns selbst, um gestärkt dem Leben zu begegnen. Ganz einfach ausgedrückt: Ausrichtung ordnet; Aufrichtung trägt. Erst wenn beides zusammenkommt, entsteht die Ruhe und Natürlichkeit, die wir im Taijiquan suchen und auch finden.

Johanna Saemann und Heinz Günter Saemann

Kategorie: Semesterimpuls, Taijiquan

Unversehrt

Johanna Saemann am 27. Februar 2026 Kommentar verfassen

Licht bricht auf
Himmelweit
Der feine Schmerz des Werdens bleibt
Und doch ist alles unversehrt

Johanna Saemann

Kategorie: Ikebana

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