Draußen
Johanna Saemann
wartet ein Gefühl
Sonnt sich im Septemberlicht
Hat keine Eile
Hat keine Eile
Beiträge
Den Sommer ziehen lassen
Nun den Sommer ziehen lassen
Johanna Saemann
Ernteglück genießen
Im goldenen Licht heiteres Miteinander
Und dann
den länger werdenden Schatten entgegengehen
Im Herbst werde ich ein Jahr älter
Sommernachtsträume
Seele haben in der Nacht
Johanna Saemann
und ein unerforschtes Gebiet im Herzen
Leben entdecken und begreifen
Erst wenn wir etwas durch und durch kennen
können wir es schützen
Wir verabschieden uns in die Sommerferien und freuen uns auf ein Innehalten, um Zeit für Herz, Seele und Träume zu haben. Euch wünschen wir einen wunderschönen Sommer und wir freuen uns, euch dann im September wiederzusehen, oder gerne auch schon vorher zu einem unserer beiden Ferien-Workshops. Lasst es euch gut gehen!
Johanna Saemann und Heinz Günter Saemann
Sommer
In den Sommer ziehen
Johanna Saemann
Leichtigkeit im Gepäck
Die Lust am Leben wächst
Blumen zählen
Und Wolken im endlosen Blau
Unterm Baum liegen
Laue Winde
Warmer Regen
Farbexplosion im Sonnenuntergang
Eine Amsel singt weitherzig
Sich der Fülle hingeben
Und der Liebe
Innehalten
Liebe Freundinnen und Freunde des Taijiquan!
Es ist mal wieder einer dieser Tage, die angefüllt sind mit vielerlei Beschäftigungen. So vieles muss getan und vorbereitet werden. Den meisten von euch sind solche Tage nicht fremd. Dann, beim Üben mit dem Langstock, plötzlich das Gefühl: da stimmt etwas nicht. Am nächsten Tag kommt der Schmerz, der sich Tag für Tag steigert. Für die nächsten fünf Wochen ist er mir ein unerbittlicher Lehrmeister. Ich bin gezwungen innezuhalten.
Irgendwann frage ich mich: »Wann hast du zum letzten Mal bewusst innegehalten, dich nur auf dich besonnen, dich mit deinem Herzen verbunden?« Meine Verletzung zwingt mich nun, darüber nachzudenken, Innenschau zu halten.
Nachdem der Schmerz langsam nachlässt, beginne ich wieder Taijiquan zu praktizieren. Meine Übungspraxis verändert sich. Ich pausiere immer öfters in der Form, erlebe die Bewegungen intensiver, durchdringender, lasse mich in der Stille sinken und steigen. Öffnen und Schließen geschehen von selbst, obwohl ich mich nicht bewege. Alles ist in mir, klar und leicht. Die Form vergessend spüre ich das Schlagen meines Herzen. Ich schaue nach Innen und genieße. Alles läuft jetzt langsamer, bewusster. Ich nehme mehr wahr.
Euch wünsche ich, immer wieder innehalten zu können, euch auf das Wesentliche zu besinnen und viel Freude an unserer Kunst. Ich bin dankbar für den Mut, mein Erleben mit euch teilen zu dürfen.
Heinz Günter Saemann



