Die höchste Kunst
Heinz Günter Saemann
der Staatsführung
ist Dienen ohne Herrn
Wer die Macht liebt
von dem
wendet sich das Volk ab
Beiträge
Der Duft von Tee
Der Duft von Tee
Heinz Günter Saemann
erwartet den Gast
Die kleine Jadeschale
auf dem Tisch
sehnt sich danach
gefüllt zu werden
Gäste aus dem Reich der Mitte
Seit zehn Jahren besteht eine Partnerschaft zwischen dem Marta-Schanzenbach-Gymnasium in Gengenbach und der High School Affiliated to Jiatong University aus Xi’an. Die Partnerschaft ermöglicht es jungen Menschen, die Kultur des jeweiligen Landes kennenzulernen, sich auszutauschen und nicht nur die Unterschiede, sondern auch Gemeinsamkeiten zu erkennen und zu erleben.
Alena, Amelie und Leonie, Schülerinnen der KS 1 und ihr Lehrer, Uwe Biermann, haben in der Taijiquan-Schule Ortenau die Taijiquan-Langstockform erlernt, die sie als Willkommensgruß den Gästen aus dem Reich des Drachens vorführten. Die Freude darüber, dass über einen Austausch hinaus ein Stück chinesische Kultur in der alten Reichsstadt gelebt und praktiziert wird, war den chinesischen Besucher anzumerken. Alena, Amelie, Leonie und Uwe Biermann haben Herzen geöffnet und berührt. Für mich war das Taiji-Training mit ihnen eine große Freude.
Besuch in der Taijiquan-Schule Ortenau
Begleitet werden die Schüler aus Xi’an von zwei Lehrkräften und einer Übersetzerin. Die drei besuchen unsere Taijiquan-Schule, ich freue mich über ihr Kommen, führe sie durch die Schule und erzähle von unserer Arbeit und dem jährlichem kulturellem Austausch mit Meister Yang Zhen He und Meister Yang Jian Chao. Die Besucher aus dem Reich der Mitte sind erstaunt, dass in unserer Schule ein Stück chinesischer Kultur gepflegt und gelebt wird. Mein jahrelanges Studium und die Auseinandersetzung mit der Geschichte Chinas, mit seinem Gebräuchen, Mythen und Legenden trägt nun endlich Früchte. Ich wünschen den chinesischen Lehrern, ihren Schülern und der Dolmetscherin eine gute Weiterreise und eine glückliche Heimkehr.
Heinz Günter Saemann
Sommerfest von Mother Hood
Foto: Isabell Steinert Photography
Diesen Sonntag bin ich auf dem Sommerfest von Mother Hood.
Als Kooperationspartnerin gebe ich hier eine Schnupperstunde im Qi Gong und eine kleine Klangschalenmeditation. Es herrscht eine fröhliche und anregende Atmosphäre. Die Besucherinnen und Besucher finden Informationen zum Thema Schwangerschaft, Geburt, Kind und zur Arbeit von Hebammen. Außerdem können sie einige interessante Workshops besuchen. Mir macht es Freude, bei diesem bunten Programm dabei zu sein und ebenfalls Impulse im Bereich Entspannung, Bewegung und Meditation anbieten zu können.
- Mother Hood: Familien fordern sichere Geburtshilfe!
- Mother Hood Ortenau (Facebook)
- Mother Hood Ortenau (YouTube)
Johanna Saemann
Wanderung auf den Odilienberg
Am Samstag sind wir mit einigen Schülern auf dem Odilienberg unterwegs. Wir treffen uns um neun Uhr am Kloster und genießen die herrliche Aussicht, die klare Luft und die Stille. Danach machen wir uns auf in den Wald, Richtung Männlestein. Meine Augen, Ohren und mein Herz sind offen für die wunderbare Natur hier oben. Das satte Grün, die Heidenmauer, die hohen Bäume, das Gezwitscher der Vögel, die Stimmen der anderen, der weiche Boden unter meinen Füßen, das alles macht Freude und tut so wohl.
Am Männlestein angekommen legen wir eine Runde Qi Gong ein und verbinden uns mit Himmel und Erde. Noch während wir unsere Übungen machen, geschieht für mich etwas Magisches. Mein Blick wandert nach oben zu den Baumspitzen. Sie scheinen lebendig zu sein. Nebelschwaden rollen über sie hinweg und sinken nach unten in fast demselben Rhythmus wie meine Qi-Gong-Bewegungen, langsam fallen erste Regentropfen. Für einen kurzen Moment erscheint es mir, als würde die Zeit stehen und als wäre ich eins mit der Natur. Dann löst es sich schon auf und wir suchen Zuflucht vor dem Regen in einer Hütte.
Es kommt so viel Wasser vom Himmel, dass sich große Pfützen bilden und auf den Waldwegen kleine Bäche entstehen. Wir stärken uns mit einem Vesper und machen uns dann auf den Heimweg. Klatschnass, aber in heiterer Stimmung kommen wir schließlich wieder am Kloster raus. Durch den Regen waren wir gezwungen, unsere Vorstellungen und Pläne für diesen Tag loszulassen und uns ganz ins Jetzt zu begeben.
Die Dinge so zu nehmen wie sie kommen. Das erinnert mich auch an ein Prinzip, welches ich immer wieder im Tui Shou, den Partnerübungen im Taijiquan, trainiere. Hier übe ich mich in der Weichheit und der Flexibilität, auf das zu reagieren, was vom Gegenüber kommt. Wir reagieren aus unserer Natur heraus auf Druck immer mit Gegendruck. Loslassen und dem Energiefluss zu folgen, fällt nicht nur im Tui Shou schwer, sondern auch im alltäglichen Leben.
Die Wanderung auf dem Odilienberg verlief anders als geplant und war doch ganz einfach ein wunderbares Erlebnis.
Johanna Saemann

